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Nationalheld Nicaraguas
Aus seinem Leben
Augusto César Sandino wurde am 18. Mai 1895, vor 124 Jahren in Niquinohomo, nicht weit von
Masaya-Monimbó, in Nicaragua geboren.
Als Kind wuchs er in sehr armen Verhältnissen auf. Sein Vater, Gregorio, war ein Kaffeebauer und die
Mutter, Margarita, arbeitete von Sonnenauf bis Sonnenuntergang auf der Plantage des Vaters. Ab seinem
neunten Lebensjahr lebte er bei seiner Großmutter, da die Eltern keine Zeit für ihn hatten. Damit die
Familie nicht verhungerte, musste er sich frühzeitig eine Arbeit suchen, um Geld zu verdienen.
Als er 17 Jahre jung war, fielen amerikanische Soldaten in Nicaragua ein. Er lernte erste Grausamkeiten
des Krieges kennen. Es gab 1912 einen Aufstand im Volk, der mit Hilfe der nordamerikanischen Söldner
niedergeschlagen wurde.
Sandino unternahm viele Anstrengungen, um seine Arbeit nicht zu verlieren. Er war Wächter in einer
Rumfabrik, dann arbeitete er im Ausland auf einer Bananenplantage als Knecht, später in einer Erdölgesell-
schaft und verkaufte Benzin. So trieb ihn die Suche nach Verdienstmöglichkeiten von Guatemala nach
Mexiko. 1926 kehrte er nach Nicaragua zurück.
In Nueva Segovia, im Norden des Landes, arbeitete er in einem Bergwerk. In Nicaragua gibt es Kupfer-,
Gold- und Silberminen.
Wieder gab es einen Aufstand im Land und die Regierung holte sich
nordamerikanische Soldaten. Es war die zweite US-amerikanische Intervention. In dieser Zeit arbeitete er
ein weiteres Mal in einem Bergwerk,
welches einem amerikanischen Unternehmer gehörte. Sein Zorn wuchs gegen die Ausbeutung in der Mine, die
harten Arbeitsbedingungen und vor allem gegen die Militärinvasion.
Er begann, eine bewaffnete Befreiunggruppe aufzubauen. Das war für ihn und seine Mitstreiter gefährlich.
Helfer aus dem ganzen Lande, sogar aus El Salvador, Honduras und Guatemala reihten sich in die Gruppe
ein. Sie kämpften in den Bergen und griffen kleine Ziele der Invasoren und deren Minen an. Damit machten
sie die fremden Eindringlinge mürbe. Die Welt schaute schon damals nach Nicaragua. Sandino und seine
Kämpfer, ihr Mut wurde bewundert. Im eigenen Land wurde er jedoch verfolgt. Der Präsident der USA,
Calvin Coolidge, sandte 6.000 Marines/Soldaten nach Nicaragua. Der Auftrag war, Sandino tot oder
lebendig zu fangen.
Aber Sandino war stark. Er wurde „General der freien Menschen“ genannt. Je nach Situation schlossen sich
ihm bis zu 6.000 Kämpfer in der Befreiungsarmee für den Kampf für nationale Unabhängigkeit an. Kriege sind
immer schrecklich. Viele Menschen verloren während der Auseinandersetzungen um ein freies Nicaragua
ihr Leben.
Am 2. Januar 1933, ein Tag nach dem Amtsantritt des nicaraguanischen Präsidenten Sacasa, zogen die
US-Soldaten aus Nicaragua endlich ab. In Nicaragua wurde jedoch eine Nationalgarde aufgestellt, deren
Oberbfehlshaber der amerikanische Vertraute Anastasio Somoza García war.
Während eines Essens in Managua, es war eine Falle, zu dem Präsident Sacasa am 21. Februar 1934 zu einer
„Versöhnung“ Sandino geladen hatte, wurden Sandino (er war gerade 37 Jahre alt) und seine Offiziere, die
ihn begleiteten, von der Nationalgarde Anastasio Somoza Garcías feige ermordet.
Sandino wird von vielen Menschen in Lateinamerika und in anderen Teilen der Welt als
Freiheitskämpfer verehrt.
Eine Briefmarke wurde in Kuba gedruckt.
Ein Denkmal Nicaraguas zu Ehren C. Sandinos im Norden Nicaraguas.
Auch Pablo Neruda - chilenischer Schriftsteller, Dichter, Politiker, Nobelpreisträger - würdigte in seinem
weltberühmten „Canto General“ (Großer Gesang) die historischen Verdienste A.C. Sandinos im Kampf für die
Freiheit und Würde der Menschen.
Museum „Augusto César Sandino“ in Managua.
Baseball-Stadion „Augusto César Sandino“ in Santa Clara in Kuba.
Es gibt Bilder und Gemälde über Sandino.
Nicaragua exportiert „Sandino-Kaffee“ viele Länder.
Der internationale Flughafen in Managua/ Nicaragua trägt seit 1979 den Namen „Augusto César Sandino“. In
Berlin Lichtenberg gibt es eine Sandino und eine Simón Bolívar Straße. Simón Bolívar war ebenfalls ein
Freiheitskämpfer in Lateinamerika. Er lebte etwa 100 Jahre vor Sandino, nämlich von 1783 bis 1830. Er
wurde
47 Jahre alt.
Im Mai 2022, Initiative für den Erhalt des Nicaragua-Giebelwand-gemäldes beim Kulturring in Berlin e.V.,
Christel Schemel, Mitglied im Förderverein der Grundschule am Wilhelmsberg, Sandinostr. 8, 13055 Berlin
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